Zum Weltspartag 2014 veröffentlichten die Sparkassen in dieser Woche eine Studie über das Sparverhalten der Deutschen. Eine Erkenntnis aus der Studie: Sparen macht glücklich!
Ist das eine neue Erkenntnis, oder ein alter Hut? Vielleicht ist es ein alter Hut, der wieder entdeckt wurde. Während (übermäßiger) Konsum kurzfristig Freude bereiten kann, macht Sparen langfristig glücklich – das belegen auch andere Studien und vor allem die Lebenserfahrung vieler Menschen. Beim Sparen ist es somit auch nicht anders, als in anderen Lebensbereichen auch. Wenn man langfristig glücklich (in diesem Fall vermögend) werden möchte, so muss man kurzfristig auf manches verzichten. Wenn man zum Beispiel langfristig fit und gesund sein möchte, so muss man – nicht immer, aber regelmäßig – auf den Kuchen, die Süßigkeiten und andere Verlockungen verzichten.
Weltweit werden die Reichen immer reicher, und die Armen immer ärmer – die Mittelschicht bricht weg. Viele Menschen sparen nicht, weil sie es sich nicht leisten können, ist dieser Tage in vielen Zeitungen zu lesen. Dies trifft auch sicherlich auf eine bestimmte Anzahl von Menschen im deutsch-sprachigen Raum zu. Mindestens genau so viele – wenn nicht noch viel mehr – könnten allerdings sparen – sie tun es aber kaum oder gar nicht. Warum? Weil sie nicht auf Dinge verzichten wollen, weil sie lieber kurzfristig noch mehr Freude und Spaß haben wollen, als langfristig das Gefühl finanzieller Sicherheit zu erreichen.
Wenn ich Menschen frage, ob Sie gerne vermögend(er) werden möchten, antwortet die deutliche Mehrheit mit einem klaren ja. Wenn man dann weiter fragt, was die dafür tun müssten, oder tun wollten, so kommen die unterschiedlichsten Antworten. Oft frage ich dann noch, ob Sie die Unterschiede zwischen eher vermögenden und eher nicht so vermögenden Menschen kennen. Nicht die Unterschiede, wer was hat oder nicht hat, sondern die Unterschiede, wie sich die Menschen verhalten. Betretenes Schweigen.
Nach meiner Erfahrung – 15 Jahre Tätigkeit im Bereich Finanzberatung und Vermögensverwaltung und viele eigene Erlebnisse – gibt es ganz zentrale, ganz simple Unterschiede, wie sich Menschen im Umgang mit Geld verhalten. Es ist vergleichbar mit den Unterschieden, wie sich eher fitte und eher unfitte Menschen ebenfalls im Alltag – oft ganz banal und für jeden nachvollziehbar – verhalten. Wer noch heute, diesen Monat, oder zumindest dieses Jahr (!) noch anfängt, seinen Umgang mit Geld nur leicht zu ändern, der wird am Weltspartag 2015 schon seine Situation geändert haben und – davon bin ich überzeugt – sagen: Sparen macht glücklich!